Heft 22

WELLENGANG Magazin für Seefahrt und Maritime Erinnerung
Über das Magazin

Was WELLENGANG ist.

WELLENGANG ist ein monatliches Magazin für Seefahrt und maritime Erinnerung. Es erscheint einmal im Monat, in sechs Ressorts, und richtet sich an Leser:innen, die zwischen einem Mehrzweckfrachter und einer LR1-Tanker-Klasse unterscheiden können, die wissen, warum die Meyer Werft 2024 noch einmal saniert wurde, und die einen biografischen Bericht aus der ostdeutschen Hochseefahrt nicht für ein Randthema halten. Wir verstehen den Mai 2026 als gute Zeit für ein Journal, das die Seite der Berufsseeleute, der Werftarbeiter und der Hafenbetriebe ernst nimmt — fernab von Tourismus-Folklore und Hafenstadt-Pittoresk.

Das Heft besteht aus sechs Ressorts: Seefahrt, Werft, Hafen, Erinnerung, Fracht und Archiv. Nicht jede Ausgabe füllt jedes Ressort gleich gewichtet — manchmal hängt ein Heft an einer langen Re-Lektüre eines Memoirenbandes der Reihe „Zeitzeugen des Alltags", manchmal dominieren die Quartalszahlen des Hamburger Hafens oder die Auftragslage der Meyer Werft. Was wir nicht tun: Tourismus-Reportagen, Hafenstadt-Lifestyle, Kreuzfahrt-Reisetagebücher.

Die Voice ist sachlich-maritim. Wir nennen Schiffsklassifikationen, Tonnage, Routenkennungen — nicht aus Fachjargon-Eitelkeit, sondern weil das die Sprache der Seefahrt ist. Wer den Unterschied zwischen einem Capesize-Bulker und einem Aframax-Tanker kennt, ist hier richtig. Wer ihn nicht kennt, lernt ihn nebenbei — mit kurzen Glossar-Notaten und Kontextspalten am Rand der Berichte.

WELLENGANG knüpft an die Tradition eines älteren maritimen Publikations-Portals auf derselben Domain an, das seit Mitte der 2000er-Jahre Lebensgeschichten von Berufsseeleuten zugänglich gemacht hat — namentlich die Reihe „Zeitzeugen des Alltags / Seemannsschicksale" des Selbstverlegers Jürgen Ruszkowski mit Bänden wie „Der Schiffsmechaniker aus Chile" (Band 5). Wir setzen diese Linie fort — aber als laufendes Magazin, nicht als statisches Memoiren-Archiv: redaktionell ausgewählt, weiter recherchiert, in den maritimen Alltag des Jahres 2026 hinein gelesen. Die Erinnerungs-Anker bleiben, die Geschichten dazwischen sind neu.

Gastbeiträge sind willkommen — wir veröffentlichen redaktionell ausgewählte Texte zu Berufsseeleuten und Werftarbeitern, zu Hafenstrukturen und Frachtlogistik, zu maritimer Memoirenliteratur jenseits des Mainstreams. Kontakt unter [email protected].